An Tagen wie diesen …

AffeUm 7.45 Uhr im Büro, Server läuft nicht. Kollegin fällt wegen Zahnweh aus. Pitch verloren (im Nachhinein gottfroh darüber! Ärgere mich, dass wir da überhaupt mitgemacht haben.). Dem Kunden gefällt auch die 5. Version des Vorworts nicht. Anderer Kunde hat seit Monaten 8 (!) Rechnungen offen und meint nun, er hätte keine davon erhalten. Ich schreibe den neuen Marketingleiter eines langjährigen Kunden nett an (“Sehr geehrter Herr Soundso! …”) und bitte um einen Vorstellungstermin. Erhalte stattdessen eine zynische Antwort, die damit beginnt, dass man seit Jahrzehnten keine Ausrufezeichen mehr in der Briefanrede benutze. Der Rest ist auch nicht niveauvoller. Ich bereite eine Antwortmail für Montagmorgen vor: “Sehr geehrter Herr Soundso! …”. Toller Erstkontakt! (Merke, dass ich das Wort “Seckel” schon länger nicht mehr aktiv benutzt habe.) Massenaussendung – vermutlich zum Teil ohne Anhang. Unser externer Datenbankspezialist hat nämlich gestern ein Update in die Adressdatenbank gespielt. Er ist heute auf keinem Kommunikationskanal zu erreichen, die Hotline des Softwareherstellers ist freitags nur bis 14 Uhr besetzt. Passt zur Webagentur, die in ein Dokument ein paar marginale Änderungen einbauen muss. Aber der Ansprechparter chillt, der Kunde tillt – und ich mitten drin.

Sitze um 23.50 Uhr im Homeoffice und beginne jetzt mit der Arbeit, die ich mir heute für 7.45 Uhr vorgenommen hatte. Deadline wäre heute gewesen …